Re: seit 18 Jahren Kinderwunsch

Geschrieben von Claudia am 11. Dezember 2016, 09:08
Als Antwort auf: seit 18 Jahren Kinderwunsch geschrieben von Elisabeth

Liebe Elisabeth!

Falls du neu hier bist: Ein ganz, ganz herzliches Willkommen!!! Falls du unter anderem Namen schon hier warst oder eine unserer Ellis bist: Ich freue mich, dass du wieder hier bist!

Ich weiß nicht, inwieweit du selbst dich mit der Natürlichen Empfängnisregelung befasst hast. Falls du selbst deinen Zyklus beobachtest - was du ja in jeder Lebenslage kannst, sowohl bei Kinderwunsch als auch in der Stillzeit, und natürlich auch als Teenagerin und in den Wechseljahren und im ganz "normalen" Leben - dann ist es vielleicht irgendwann möglich, ihr etwas aus der "Ich-Sicht" zu erzählen/erwähnen: "Heute habe ich (leider?) nicht joggen können, weil meine Brust so empfindlich ist; aber das ist ganz klar, weil ich im zweiten Zyklusteil bin." oder "Diesmal war mein Zervixschleim sooooo schön und glasklar - unglaublich" oder "Schwimmen? Kann ich dir noch nicht sagen, ob sich das ausgeht, weil ich während der ersten Tage nicht ins Wasser gehen mag, und sich mein erster Zyklusteil im Moment ziemlich zieht und ich daher nicht sagen kann, ob ich in drei Wochen ins Wasser will."
Wenn dann Neugier/Interesse kommt, kannst du überlegen, ob das grad ein guter Einstieg ist oder du es eher lässt.

Grundsätzlich gibt es Dinge, die ein Arzt nicht untersuchen und nicht herausfinden kann. Die siehst du nur im Zyklusblatt. Eine Bekannte hatte beispielsweise einen - nach außen hin - wunderschönen 28-Tage-Zyklus. Kein Arzt der Welt hätte sich da drüber beschwert. Dann hat sie einmal Temperatur gemessen und ist draufgekommen, dass der erste Zyklusteil drei Wochen war, und der zweite Teil (der ja mindestens 12 Tage sein sollte) war nur eine Woche! Damit hätte sie nie und nimmer ein Kind bekommen können. Erfreulicherweise hatte sie keinen Kinderwunsch und hat nur im Nachhinein gemurmelt, dass sie sich die Kondome hätten sparen können.
Es hat auch schon den Fall gegeben, dass eine Frau mit verschlossenen Eileitern eine Insemination bekommen hat - was natürlich komplett absurd ist: Wozu einer Frau die Spermien in den Körper platzieren, wenn sie nicht zur Eizelle vordringen können?!
Einer anderen Frau ist vom Arzt geraten worden, bis zum 18. oder 20. Tag (weiß ich nicht mehr) jeden zweiten Tag Verkehr zu haben. Das haben sie tapfer durchgehalten. Allerdings hatte diese Frau 42-Tage-Zyklen. Da die fruchtbare Zeit Pi-mal-Daumen zwei Wochen vor Zyklusende liegt, sprich am uuuuungefäääähr 28. Tag, hatte dieses Paar monatelang keine Chance, schwanger zu werden. Denn nachdem sie ihre Pflicht am 20. Tag erfüllt hatten, haben sie sich den Rest des Zyklus entspannt.

Es gibt wirklich etliche Beispiele, wo der Arzt versagt. Die Natürliche Empfängnisregelung hat also durchaus Chancen, dort etwas zu erreichen, wo Mediziner nichts sehen.

Die Frage ist allerdings - wie du geschrieben hast - ob man da nicht Hoffnungen weckt.
Andererseits willst du dir vermutlich auch nicht in 20 Jahren vorwerfen, dass du nichts gesagt hast. Vielleicht hat das Schicksal eure Wege genau deswegen kreuzen lassen, damit du ihr davon erzählst.

Sinnvoll ist es, ja klar. Vor allem, weil sie ja noch ein ziemlich großes Stück Frausein vor sich hat und dann auch noch die Herausforderung "Wechseljahre", der wir uns alle stellen müssen (und mal ganz ehrlich: Ich selbst steh's mir absolut nicht auf Hormonpflaster und so ein Zeugs - da will ich auf natürliche Weise durch!).

Einfach ist die Entscheidung nicht ...

Ich hoffe, dass sich noch andere melden und mitdiskutieren - ich bin gespannt!

Liebe Grüße,
Claudia


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