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Spermiogramm
Ein Spermiogramm dient zur Einschätzung der Zeugungsfähigkeit des
Mannes (Kinderwunsch). Untersucht werden die Konzentration der
Samenzellen, ihre Beweglichkeit und ihre Morphologie (hier geht
es um Form, Gestalt, Missbildungen).
Erstellt wird ein Spermiogramm meist nach einem Jahr unerfüllten
Kinderwunsches; dann stehen sowohl beim Mann als auch bei der Frau
Untersuchungen auf dem Programm.
Die
Ursachen für ein schlechtes Spermiogramm sind ungeklärt.
Ein Grund ist auf jeden Fall die Pille (siehe weiter unten). Ein
schlechtes Spermiogramm überfällt einen leider aus heiterem Himmel
und ist bei Kinderwunsch meist eine Belastung für die Beziehung,
vor allem für das Selbstwertgefühl des Mannes. Für den Mann ist es
enorm wichtig, sich klarzumachen, dass er das (im Regelfall) nicht
selbst verschuldet hat, sondern damit "beglückt" worden ist so
wie mit seiner Körpergröße und seiner Haarfarbe. Für
die Partnerin ist es ganz wichtig, jede Art von Vorwürfen zu
vermeiden und ihn stattdessen liebevoll aus seinen Grübeleien und
seinem Selbstwertmangel herauszuführen und gemeinsam einen
Aktionsplan auszuarbeiten - man kann einiges für die Verbesserung
des Spermiogramms
tun, siehe
Mann und Kinderwunsch. Wenn
man die sich vorgenommenen Punkte eisern
über eine längere Zeit
hindurch durchhält, kann man nach drei Monaten ein weiteres
Spermiogramm machen lassen - so lange dauert die Entwicklung
der Spermien, bis sie zum Einsatz kommen.
Voraussetzungen:
-
Vor dem Spermiogramm sollten 5 Tage Enthaltsamkeit liegen.
-
Das Ejakulat sollte wenn möglich vor Ort
beim Arzt gewonnen werden, weil Spermien nur kurz lebensfähig
sind und die Wärme lieben: Ein Transport bei minus fünf Grad würde
ein falsch-negatives Ergebnis liefern.
-
Ein einziges Spermiogramm
ist nicht aussagekräftig - die Untersuchung sollte nach 1-3 Monaten
wiederholt werden.
Referenzwerte: Die WHO hat eine Liste von Wertebereichen
zusammengestellt, innerhalb derer die Daten des Spermiogramms eines
gesunden Mannes zu finden sind. Da viele Frauen die Pille nehmen
und die damit aufgenommenen Östrogene klarerweise auch wieder
ausgeschieden werden und somit im Grundwasser und in Folge in der
Nahrungskette zu finden sind - klarerweise auch in der Nahrung
des Mannes! (für den Östrogene ein Hindernis darstellen!) -, sind
diese Referenzwerte im Vergleich zu den 80er-Jahren drastisch
heruntergesetzt worden.
Ein Beispiel für dieses Heruntersetzen der Werte ist die Konzentration
der Spermien: 1983 ist man von 40 Mio/ml als "normal" ausgegangen,
später waren es 30 Mio/ml, und seit 1993 wird von der WHO 20 Mio/ml
angegeben.
Nachstehend eine Auflistung einiger Referenzwerte der WHO:
| |
Ejakulatvolumen pro Samenerguss
|
> 2.0 ml
|
| |
pH-Wert
|
7.2-8.0
|
| |
Spermienkonzentration
|
> 20 Mio Spermatozoen pro ml
|
| |
Spermiengesamtanzahl
|
> 40 Mio Spermatozoen
|
| |
Motilität (Beweglichkeit)
a: linear-progressiv = schnelle Vorwärtsbewegung
b: progressiv = langsame, ungeordnete Vorwärtsbewegung
c: nicht progressiv = nur lokale Beweglichkeit, Kreisschwimmer
d: immotil = keine Beweglichkeit
|
> 25 % schnell progressive Spermien der Kategorie a oder
> 50 % progressiv bewegliche Spermien der Kategorie a + b
|
| |
Morphologie (Aussehen)
|
> 30 % normal geformte Spermien
|
| |
Vitalität (lebende Spermien)
|
> 50 % vitale Spermatozoen
|
| |
MAR-Test (Spermatozoen-Antikörperbestimmung)
|
< 10 % Spermatozoen mit Partikel
|
| |
Leukozyten
|
< 1 Mio/ml
|
| |
Rundzellen
|
< 1 Mio/ml
|
| |
a-Glukosidase
|
> 11mU/Ejakulat
|
| |
Fruktose
|
> 13 μmol/Ejakulat
|
| |
Zink
|
> 2,4 μmol/Ejakulat
|
Ein schlechtes Spermiogramm kann durch teilweise recht
einfache Maßnahmen verbessert werden, siehe
Mann
und Kinderwunsch.
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