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Spermiogramm

Ein Spermiogramm dient zur Einschätzung der Zeugungsfähigkeit des Mannes (Kinderwunsch). Untersucht werden die Konzentration der Samenzellen, ihre Beweglichkeit und ihre Morphologie (hier geht es um Form, Gestalt, Missbildungen).

Erstellt wird ein Spermiogramm meist nach einem Jahr unerfüllten Kinderwunsches; dann stehen sowohl beim Mann als auch bei der Frau Untersuchungen auf dem Programm.

Die Ursachen für ein schlechtes Spermiogramm sind ungeklärt. Ein Grund ist auf jeden Fall die Pille (siehe weiter unten). Ein schlechtes Spermiogramm überfällt einen leider aus heiterem Himmel und ist bei Kinderwunsch meist eine Belastung für die Beziehung, vor allem für das Selbstwertgefühl des Mannes. Für den Mann ist es enorm wichtig, sich klarzumachen, dass er das (im Regelfall) nicht selbst verschuldet hat, sondern damit "beglückt" worden ist so wie mit seiner Körpergröße und seiner Haarfarbe. Für die Partnerin ist es ganz wichtig, jede Art von Vorwürfen zu vermeiden und ihn stattdessen liebevoll aus seinen Grübeleien und seinem Selbstwertmangel herauszuführen und gemeinsam einen Aktionsplan auszuarbeiten - man kann einiges für die Verbesserung des Spermiogramms tun, siehe Mann und Kinderwunsch. Wenn man die sich vorgenommenen Punkte eisern über eine längere Zeit hindurch durchhält, kann man nach drei Monaten ein weiteres Spermiogramm machen lassen - so lange dauert die Entwicklung der Spermien, bis sie zum Einsatz kommen.

Voraussetzungen: Referenzwerte: Die WHO hat eine Liste von Wertebereichen zusammengestellt, innerhalb derer die Daten des Spermiogramms eines gesunden Mannes zu finden sind. Da viele Frauen die Pille nehmen und die damit aufgenommenen Östrogene klarerweise auch wieder ausgeschieden werden und somit im Grundwasser und in Folge in der Nahrungskette zu finden sind - klarerweise auch in der Nahrung des Mannes! (für den Östrogene ein Hindernis darstellen!) -, sind diese Referenzwerte im Vergleich zu den 80er-Jahren drastisch heruntergesetzt worden.
Ein Beispiel für dieses Heruntersetzen der Werte ist die Konzentration der Spermien: 1983 ist man von 40 Mio/ml als "normal" ausgegangen, später waren es 30 Mio/ml, und seit 1993 wird von der WHO 20 Mio/ml angegeben.
Nachstehend eine Auflistung einiger Referenzwerte der WHO:
    Ejakulatvolumen pro Samenerguss > 2.0 ml
  pH-Wert 7.2-8.0
  Spermienkonzentration > 20 Mio Spermatozoen pro ml
  Spermiengesamtanzahl > 40 Mio Spermatozoen
  Motilität (Beweglichkeit)
    a: linear-progressiv = schnelle Vorwärtsbewegung
    b: progressiv = langsame, ungeordnete Vorwärtsbewegung
    c: nicht progressiv = nur lokale Beweglichkeit, Kreisschwimmer
    d: immotil = keine Beweglichkeit
> 25 % schnell progressive Spermien der Kategorie a oder
> 50 % progressiv bewegliche Spermien der Kategorie a + b
  Morphologie (Aussehen) > 30 % normal geformte Spermien
  Vitalität (lebende Spermien) > 50 % vitale Spermatozoen
  MAR-Test (Spermatozoen-Antikörperbestimmung) < 10 % Spermatozoen mit Partikel
  Leukozyten < 1 Mio/ml
  Rundzellen < 1 Mio/ml
  a-Glukosidase > 11mU/Ejakulat
  Fruktose > 13 μmol/Ejakulat
  Zink > 2,4 μmol/Ejakulat

Ein schlechtes Spermiogramm kann durch teilweise recht einfache Maßnahmen verbessert werden, siehe Mann und Kinderwunsch.


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